::the band - Sergeant Phil 'The Read Head' Thunderhorn
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Sergeant Phil 'The Read Head' Thunderhorn


PhilippLiebes Tagebuch,
was soll ich dir heute bloß erzählen? Ich erzähle dir etwas über mich und die Musik: bei mir fing alles sehr früh an. Mit 5 Jahren begann ich sämtliche Eimer, die bei uns zu Hause zu finden waren, um unseren großen Birnbaum der bei uns im Garten steht, ringsrum aufzustellen um meine musikalischen Buschtrommlertalente mir selbst und meiner Umwelt zu präsentiern. Aber ausser den bösen Blicken meiner Nachbarn bekam ich keine Anerkennung. Ich musste also etwas unternehmen. Nach einem halben Jahr Überredungskunst durfte ich in Teisendorf die Musikfrüherziehung geniessen. Aber Triangel spielen und wie ein geisteskranker auf dem Xylophon rumzuklopfen war mir zu dumm und langweilig. Dies erkannten auch meine Musikerzieherinnen und nahmen mich nach einen halbem Jahr aus der Gruppe. Ich weiß bis heute noch nicht, warum genau!?!? Meine ganze bisherige musikalische Laufbahn deutete klar daraufhin, daß ich mals als Drummer in einer Rockband mein Leben beenden würde. Aber meine Eltern fanden, daß Schlagzeug zu laut wäre und überredeten mich dazu, Trompete zu lernen. Das war der Beginn meiner Musikalischen Karriere, wenn ich das mal so nennen darf. Mit 6Jahren begann ich, Trompete zu lernen. Schon kurz darauf gründete mein damaliger Musiklehrer eine Jugend Big Band, wo ich ca. sechzehn Jahre als aktives Mitglied dabei war. Das war schon ein High-Light in meiner Jugend, denn wir spielten öfters da, wo Prominte da waren. Es war schon ein Erlebnis, als Kind prominente wie Franz Beckenbauer, Mike Krüger, Otto Waalkes, Michael Schanze oder Thomas Gottschalk zu treffen. Mit 16 Jahren hatte ich die einmalige Gelegenheit, mich bei den damaligen Bavarian Blues Brothers vorzustellen und hatte mich bei allen anderne Bewerbern durchgesetzt und war offizielles Mitglied bei den Bavarian Blues Bandits. Das war natürlich musikalisch eine ganz andere Liga und es ging auch alles (leider) professionell ab. Aber es ist natürlich schon etwas unbeschreibliches und einzigartiges, wenn man mit sechzehn Jahren vor 4000Leuten spielen darf und man ein kleiner Star ist. Es folgten Auftritte in ganz Deutschland, USA (Miami, Hollywood), Italien, Österreich und und und. In den letzten Jahren lernte ich noch E-Bass und um nicht zu vergessen war da ja noch die Sache mit meinen Wunsch als Schlagzeuger. Also lernte ich noch Schlagzeug und E-Bass. In meiner eigenen Rockband, bzw eher Spassband spiele ich Bass und sitzte des öfteren an den Drums. Vor ein paar Jahren wurde ich angesprochen, ob ich nicht Lust hätte, bei Bradley´s H mit zu spielen. Dort spiele ich noch immer mit und diese Musikrichtung macht mir einfach viel Spass und es macht viel Spass, mit den Jungs zusammenzuarbeiten. Soweit so gut. Nun aber zu meinen Sänger-Dasein bei Eastside Express!
Tja, es war einmal das jahr 2004, 1000ende von Konzerten in meinen Leben absolviert, habe ich sämtlichen Lokalitiäten gespielt, Megabühnen, Clubs, Bierzelt oder Fußgängerzonen. Spielte viel als Aushilfe, machte jede Musikrichtung, spielte mit den Jungs von Hazy Osterwald un Co. zusammen, spielte in sämtlichen Musikkapellen mit und nach 10 Jahren beendeten auch die Bavarian Blues Bandits endgültig Ihre Karriere. Etwas neues musste her. Und so passierte es:
Es war ein Samstag. Nach einer mühsäligen und kraftraubenden Getränkekarten-Testtrinken ging ich Mitternachts noch schnell in die Dusche, machte dabei ein paar sportliche Auerbach-salto in der Duschkabine, nicht freiwillig aber oft kann man sich es ja nicht aussuchen und jodelte so fröhlich vor mich hin. Nach dem abtrocken schnappte ich mir noch das Ludwig-Magazin, ging ins Bett und las bisschen im Ludwig. Da stand sie nun drin, die Anounce. Eastside Express sucht neuen Sänger!!!

Das war meine Gelegenheit. Das ist genau das richtige für mich, endlich wieder mal was neues ausprobieren und als alter Duschkabinen-Rockstar müsste ich das schon hinkriegen. Gesagt getan. Meine Friseur auf halb acht, der harte Abend war klar und deutlich in meinen Gesicht zu erkennen aber dennoch schrieb ich die wohl verrückteste und peinlichste SMS meines Lebens. 4 Seiten lang war Sie und beworb mich dann bei Eastside Express. Bin heute sehr froh darüber, daß meine SMS mir nicht angerechnet wurde und Sie auch keiner gespeichert hat. Ich hatte das Glück, bei dieser großartigen Band vorzusingen. Ich rechnete meine Chancen relativ sehr gering ein, da ich noch nie irgendwo gesungen habe. Aber ich konnte Sie doch irgendwie überzeugen und ich durfte mit einsteigen in den Eastside Express. Ich glaube zwar bis heute noch immer, daß Sie mich nur aufgrund meiner armseligen SMS genommen haben, aber ist ja auch egal. Ich bin mit dabei! Und mein neues, zwar noch ungewohtes Aufgabenfeld als Frontman in der Band gefällt mir sehr gut und bin wirklich stolz, in solch einer Band aktiv auf der Bühne mitwirken zu können. Es sind alles klasse Musiker. Es ist einfach schön und macht unheimlich Spass, mit den Jungs und der Steffi Musik zu machen. Die Band ist sehr witzig und jeder einzelne von Ihnen ein lieber Mensch. So macht Musik machen Spass und jeder der einmal eine fahrt mit dem Eastside Express mitgemacht hat, wird mir bestätigen, daß sich diese Fahrt gelohnt hat.
So, liebes Tagebuch, das reicht für heute. Bis dann,
Philipp